Mittwoch, 28.06.2017
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Lebensmittelreste für eine energetische Verwertung nutzbar machen

Doppstadt zeigt Schneckenpresse auf der „EnergyDecentral”

Sie kann, was nur wenige Maschinen schaffen. Bioreststoffe nahezu rückstandsfrei von Verpackungen trennen – ohne Vor- und Nachbereitung. Auf der Fachmesse „EnergyDecentral“ in Hannover (15. bis 18. November 2016) zeigte der international tätige Lösungsanbieter Doppstadt die Schneckenpresse DSP 205 und informierte über weitere neue Entwicklungen.
Lebensmittelreste aus der Speisenzubereitung oder auch verdorbene Lebensmittel aus der Produktion und vom Verbraucher sind meist mit Verpackungsmaterial und anderen Fremdstoffen vermischt. So können sie weder kompostiert noch vergoren werden. Die angewandte Prozesstechnik würde die Fremdstoffe zerkleinern und das Produkt – den Kompost oder Gärrest – verunreinigen. Andererseits erlaubt der hohe Wassergehalt keine wirtschaftliche thermische Verwertung. Für dieses Problem hat Doppstadt eine Lösung.
Die robuste Separationsschnecke von Doppstadt nimmt die Eingabematerialien – Biogut, Küchenabfälle aus Privathaushalten sowie überlagerte, verpackte Lebensmittel aus Produktion und Versorgung – nach dem Prinzip „Annahme wie eingesammelt“ über einen Trichter auf und trennt Flüssig- von Feststoffanteilen. Verpackungsmaterial und Fremdstoffe trägt die Presse mit den festen Bestandteilen aus. Die bioverfügbare Organik reichert sich in der flüssigen Phase an und stellt ein hochwertiges Gärsubstrat dar. Der Gärrest kann im Anschluss an die Vergärung ohne weitere Nachbehandlung als Dünger ausgebracht werden.
Produktmanager Arndt Bachmann: „Die Schneckenpresse ist bereits seit 2005 Bestandteil unseres Portfolios. In den letzten Jahren haben wir die Maschine weiterentwickelt: Sie kann jetzt auch nicht vorbehandelte Reststoffe zuverlässig verarbeiten, ohne zu wickeln oder zu verstopfen. Sie hat einen neuen Aufgabetrichter bekommen. Er durchmischt verpackte Lebensmittel und Sammelbeutel und schließt sie aufgrund von Scherkräften auf, ohne sie zu zerkleinern. So gelangen kaum Fremdstoffe in das Biogassubstrat. Weiterhin haben wir die DSP 205 von hydraulischen auf elektrische Antriebe umgerüstet. Das senkt die ohnehin bereits geringen Betriebskosten weiter.“

www.doppstadt.de
Quelle+Foto: Doppstadt



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