Dienstag, 27.06.2017
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Vernünftiger Kompromiss zur Klärschlammverbrennung und Phosphor-Rückgewinnung

bdew: Klärschlamm-Mitverbrennung sollte jedoch technologieoffen ausgestaltet werden

Das Bundeskabinett hat am heutigen Mittwoch die Klärschlammverwertung beschlossen. In der Verordnung werden der schrittweise Ausstieg aus der bodenbezogenen Klärschlammverwertung und der verpflichtende Einstieg in die Rückgewinnung von Phosphor geregelt. „Der BDEW begrüßt, dass die Verordnungsinhalte im Rahmen der politischen Debatte praktikabel gestaltet wurden. Dazu zählen insbesondere die längeren Übergangsfristen für den Bau von Klärschlammverbrfennungs- und Phosphor-Rückgewinnungsanlagen“, sagte Martin Weyand, BDEW-Hauptgeschäftsführer Wasser/Abwasser heute in Berlin.

Mit der Verordnung sollen die Böden und Grundwasserressourcen zukünftig stärker geschützt werden. „Dieses Ziel unterstützen wir“, so Weyand. Deutschlandweit werden aktuell noch rund 40 Prozent des Klärschlamms landwirtschaftlich als Dünger verwendet oder gehen in den Landschaftsbau. „Angesichts der Planungs- und Genehmigungszeiträume für die Errichtung von Anlagen zur Phosphor-Rückgewinnung sind die für größere Kläranlagen vorgeschlagenen Fristen von 12 bzw. 15 Jahren zur verpflichtenden Einführung realistisch“, so Weyand weiter. Bisher ist die Phosphor-Rückgewinnung noch nicht großtechnisch umsetzbar.

Quelle: EM / BDEW



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