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Problemstau im Kanal - Die Abwasserwirtschaft steht vor einer Nagelprobe

Dem Abwasser widmen Politik und Öffentlichkeit nur selten Aufmerksamkeit. Dabei stauen sich die Probleme: Die Abwassermengen sinken, der Sanierungsbedarf steigt, Bürger klagen über hohe Gebühren und der Markt über fehlenden Wettbewerb. Zeit für eine Komplettspülung.
22.11.2006 Roland Ruscheweyh hat was gegen Sparen am falschen Ende. Der jahrelange Aufruf an die Bevölkerung, besonders geizig mit der Ressource Wasser umzugehen, hat in seinen Augen mehr geschadet als genutzt. „Durch das Wassersparen, den Rückgang der Bevölkerung und die Schließung von Betrieben haben wir heute schon so wenig Abwasser, dass viele Kanäle veröden“, sagt der Wasserexperte von Remondis Aqua in Lünen. Der Wasserverbrauch pro Kopf ist in Deutschland in den 90er Jahren tatsächlich deutlich gesunken: von 145 Liter im Jahr 1990 auf heute 127 Liter pro Kopf und Tag, in Ostdeutschland gar auf rund 90 Liter. Der demografische Wandel wird die wahre Nagelprobe für die deutsche Wasserwirtschaft, sagt Ruscheweyh. Da die Fixkosten im Abwassergeschäft bei rund 80 Prozent liegen, könnten die Gebühren „geradezu zwangsläufig explodieren“. Damit nicht genug. Eine Umfrage der Deutschen Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall (DWA) kam 2004 zu dem Ergebnis, dass in Deutschland rein rechnerisch bei einem Gesamtnetz von 500.000 Kilometern Länge und 80 Jahren Nutzungsdauer die erforderlichen Investitionen pro Jahr bei 6,25 Mrd. Euro liegen...

Unternehmen, Behörden + Verbände: Remondis Aqua, Deutsche Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall (DWA), Bundesverband der deutschen Entsorgungswirtschaft (BDE), Bundesumweltministerium (BMU), Wasserverband Lausitz, Stadtentwässerungsbetriebe Köln, Stadtentwässerung Mannheim
Autorenhinweis:Christa Friedl


Autor: Christa Friedl 
 
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