Freitag, 23.06.2017
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Jedem seine Müllverbrennungsanlage: Die eigenen Industrieabfälle lassen sich thermisch gewinnbringend nutzen

Produzenten von Abfällen mit mittlerem oder hohem Heizwert sind in mehrfacher Hinsicht belastet. Zum einen muss der Abfall teuer gesammelt, transportiert und in einer zentralen Anlage thermisch behandelt werden, zum anderen ist diese Behandlung für den Müll-Erzeuger mit Kosten verbunden. Sitzt ein solcher Abfallerzeuger aber in einem Industriegebiet, gibt es eine Alternative. Der Müllerzeuger nutzt den potentiellen Energiegehalt des Abfalls selbst.
(26.11.2013) In Müllheizkraftwerken wird zwar Strom und Fernwärme produziert, aber der Abfallerzeuger hat nichts davon. Im Gegenteil: Er liefert den Brennstoff, zahlt für den ganzen Aufwand und erhält nichts außer einer saftigen Rechnung. Die Firma AHC GmbH in Mannheim kombiniert nach dem Bundes-Immissionschutzgesetz (BImSchG) genehmigte Verbrennungsanlagen, die es schon seit 50 Jahren mit etwa 500 Einheiten auf dem Markt gibt, mit moderner Wärmerückgewinnung und Stromproduktion. So kann man den Abfall zu günstigeren Preisen entsorgen, spart beispielsweise Fahrtkosten, Begleitscheine und Containerkosten, und hat hierdurch bereits einen ersten Vorteil.
Darüber hinaus ergeben sich aber weitere Pluspunkte, die das Projekt erst richtig interessant machen. Schon mit rund 4000 Tonnen Abfall pro Jahr kann eine Stromerzeugung sinnvoll betrieben werden. Diese Menge ergibt gut 1750 kW thermische und 260 kW elektrische Leistung bei einer Betriebszeit unter Vollauslastung von 8000 Stunden. Nach oben sind kaum Grenzen gesetzt. Da der Strom aus dem eigenen Abfall auf dem betriebseigenen Gelände produziert wird, fallen nach Einschätzung des Autors auch keine Stromsteuern an. Dieser Punkt bedarf jedoch noch einer gründlichen rechtlichen Absicherung...
Unternehmen, Behörden + Verbände: AHC GmbH, Agentur für Handel & Consulting (Mannheim)
Autorenhinweis: Andreas Schuler, Zweibrücken
Foto: AHC


Autor: Andreas Schuler 
 
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