Sonntag, 20.05.2018
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Für Kapstadt rückt der „Tag Null“ immer näher

Am „Day Zero“ wird die Wasserversorgung eingestellt / Ausmaß der Dürre erreicht ihr 300-Jahres-Hoch

Wasser, unsere wertvollste und bisher meist unterschätzte Ressource, wird bald zu einem Mangel für die Bürger von Kapstadt in Südafrika, wenn der „Day Zero“ droht. Vier Mio. Einwohner müssen ihren täglichen Wasserverbrauch schon heute auf nur 50 Liter reduzieren, circa drei Mal weniger als der durchschnittliche Deutsche. Die Veränderung der Niederschlagsverhältnisse haben sechs wichtige Staudämme austrocknen lassen, die Kapstadt mit Wasser versorgen. Ohne Regen wird „Day Zero“ bis April Realität und alle Wasserhähne werden abgeschaltet. Haushalte und Unternehmen müssen sich an die Rationierung der Wasserversorgung und an ein Leben ohne fließendes Wasser anpassen, teilt der Weltwasserrat mit.

Die Hauptaufgabe des Weltwasserrats besteht darin, die Verfügbarkeit von sauberem Wasser für alle sicherzustellen und die Wassersicherheit insgesamt zu erhöhen. Der Rat ist eine Plattform für Wasserexperten aus über 50 Ländern, die sich zusammenfinden um Wasserprobleme zu bewältigen. Gemeinsam nutzten die globalen Wasserbehörden ihre Experten, um Regierungen, Institutionen, Verbände und hochrangige Entscheidungsträger für kritische Wasserfragen zu mobilisieren.
Die Realitäten, mit denen auch Kapstadt konfrontiert ist, unterstreichen die Tatsache, dass Wasser im Zentrum der Diskussionen über Klimawandels stehen muss. „Dürre ist direkt mit Veränderungen im Klima und Wassersicherheit verbunden. Es gibt Möglichkeiten, das Problem anzugehen: Zuerst müssen wir die Verfügbarkeit und Widerstandsfähigkeit durch die Sicherung unserer Wasserressourcen erhöhen. Dies beinhaltet den Bau von Staudämmen, Reservoirs und die Reparatur von Wasserleitungen. Darüber hinaus muss der Wasserverbrauch rationell sein, was bedeutet, dass alle Sektoren Ressourcen fair teilen müssen und die Bürger dazu angehalten werden müssen, in ihren eigenen vier Wänden effizient mit Wasser umzugehen.
 
Die Industrie muss Wasser recyceln und sicherstellen, dass Bewässerungssysteme effizientere Methoden einsetzen. Durch die Steuerung der Nachfrage können wir unsere Wasserressourcen effizienter und effektiver nutzen ", erklärt der Präsident des Weltwasserrats, Benedito Braga.

www.worldwatercouncil.org

Quelle: EM / Weltwasserrat (WWC)



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