Donnerstag, 19.04.2018
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Starkes Ergebnis für das Bruttoinlandsprodukt in 2017

BMWi zur wirtschaftlichen Lage in Deutschland im Dezember 2017

Die deutsche Konjunktur befindet sich in einem dynamischen Aufschwung. Im dritten Quartal war die Wirtschaftsleistung (BIP) stark um preis-, saison- und kalenderbereinigt 0,8 Prozent gestiegen.
Die Konjunktur war bereits im ersten Halbjahr kräftiger als bisher statistisch ausgewiesen. Angesichts der Entwicklung im bisherigen Jahresverlauf zeichnet sich ein starkes Jahresergebnis ab. [2] Im dritten Quartal lieferte insbesondere der positive Außenbeitrag in Höhe von 0,4 Prozentpunkten Impulse, weil die Exporte stärker expandierten als die Importe. Angesichts ausgelasteter Produktionskapazitäten und günstiger Finanzierungsbedingungen zogen die privaten Investitionen in Ausrüstungen an; sie stiegen im dritten Quartal um 2,8 Prozent. Zudem kam es zu einem Vorratsaufbau. Der private Konsum, wesentlicher Wachstumstreiber der letzten Jahre, stagnierte vorübergehend (-0,1 Prozent). Der Beschäftigungsaufwuchs setzte sich nahezu ungebremst fort und auch die Einkommen nahmen im abgelaufenen Quartal weiter zu. Insgesamt dürfte sich die gute wirtschaftliche Entwicklung zum Jahresende fortsetzen. Der Anstieg der Industrieproduktion könnte allerdings im vierten Quartal geringer ausfallen. Die konjunkturelle Grundtendenz bleibt aber kräftig. Hierauf weisen auch die sehr positiven Stimmungsindikatoren hin.
Die Weltwirtschaft gewinnt auf Jahressicht weiter an Fahrt. Die weltweite Industrieproduktion nahm im September erneut zu und setzte damit ihre aufwärtsgerichtete Entwicklung fort. Im September lag sie um 3,9 Prozent über dem Niveau vor einem Jahr. Die globalen Stimmungsindikatoren spiegeln einen zunehmenden Optimismus wider. In den Industriestaaten setzte sich der konjunkturelle Aufschwung im dritten Quartal fort. Im Euroraum nahm das BIP im dritten Vierteljahr um 0,6 Prozent in den Vereinigten Staaten um 0,8 Prozent und in Japan um 0,6 Prozent zu. Von den Schwellenländern verzeichnete China wieder eine gleichmäßigere wirtschaftliche Entwicklung und Russland und Brasilen haben ihre Rezession überwunden. Insgesamt wird daher das Wachstum der Weltwirtschaft höher ausfallen als im Vorjahr. Die OECD rechnet in ihrem Ausblick vom November nun mit einem globalen Wachstum von 3,6 Prozent.
Nach der Zahlungsbilanzstatistik der Deutschen Bundesbank erhöhten sich die Ausfuhren an Waren und Dienstleistungen im Oktober 2017 in jeweiligen Preisen leicht um 0,2 Prozent gegenüber dem Vormonat. Im weniger schwankungsanfälligen Dreimonatsvergleich bleibt der Trend angesichts des globalen Aufschwungs aufwärtsgerichtet (+0,9 Prozent). Die Einfuhren erhöhten sich im Oktober um 1,9 Prozent. Im Dreimonatsvergleich nahmen sie etwas weniger stark als die Ausfuhren um 0,7 Prozent zu. Der kumulierte Leistungsbilanzüberschuss liegt im laufenden Jahr weiterhin unter dem des Vorjahreszeitraums. Die positiven Signale der nationalen Indikatoren zur Außenwirtschaft sowie die weltwirtschaftliche Belebung deuten trotz zwei schwacher Monate auf eine weitere Expansion der deutschen Exporte hin.
 
Quelle: EM / BMWi


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