Donnerstag, 19.10.2017
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Bundesweite Grundwasserdatenbank Nitrat (GWDB-Nitrat) aufgebaut

Neue Grundwasserdatenbank des TZW basiert auf Cadenza Web

Gemeinsam mit dem Technologiezentrum Wasser (TZW) hat das Karlsruher Softwareunternehmen Disy Informationssysteme GmbH auf der Basis von Cadenza Web eine Datenbank geschaffen, in die alle Wasserversorger Deutschlands Daten zur aktuellen Nitratbelastung einspeisen können.
Ein Drittel des Grundwassers in Deutschland ist als Folge landwirtschaftlicher Aktivitäten mit Nitrat verunreinigt, meldete im September 2016 das Bundesumweltministerium. Die Betroffenheit ist groß und der Handlungsdruck enorm, denn Wasser ist eine unserer wichtigsten Ressourcen und deren Reinhaltung oberstes Gebot. Doch um Gegenmaßnahmen gezielt planen und umsetzen zu können, braucht man zuallererst genaue Daten darüber, wo genau wie viel Nitrat im Grundwasser ist. Diese Daten liegen aber bundesweit nicht in gebündelter Form vor. Die Wasserverbände BDEW (Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft e. V.), DVGW (Deutscher Verein des Gas- und Wasserfaches e.V.) und VKU (Verband Kommunaler Unternehmen e. V.) wollen mit der neu geschaffenen Grundwasserdatenbank Nitrat (GWDB-Nitrat) diese Lücke schließen.
Bereits im Sommer 2016 wurde der Entschluss gefasst, einen bundesweiten zentralen Datenbestand zur Nitratbelastung in den deutschen Rohwasserressourcen aufzubauen und ihn in einem System vorzuhalten, mit dem regionale und überregionale Auswertungen durchgeführt werden können. Aufbauend auf die bereits vorhandene Rohwasserdatenbank Wasserversorgung (RWDB), die bundesweit Rückstände von Pflanzenschutzmitteln im Wasser dokumentiert, sollte eine kompatible und benutzerfreundliche Lösung für die Nitratdaten der Wasserversorger Deutschlands aufgebaut werden.
 
Bei der Suche nach der geeigneten Software für die automatisierte Datenerfassung in Verbindung mit flexiblen Auswertungsmöglichkeiten stieß das Technologiezentrum Wasser (TZW) in Karlsruhe, eine Einrichtung des Deutschen Vereins des Gas- und Wasserfaches e. V. (DVGW), das von den Wasserverbänden mit dem Projekt beauftragt wurde, auch auf die GIS- und Reportingplattform Cadenza der Disy Informationssysteme GmbH. Die Entscheidung für das Disy-Produkt sei nicht schwer gefallen, denn Cadenza habe die Anforderungen am besten erfüllt, heißt es aus dem TZW. Außerdem habe Disy einschlägige Erfahrungen mit vergleichbaren Anwendungsfällen und eine sehr ausgereifte Fachkompetenz im Bereich „Wasser“. Ohne diese Kompetenzen von Disy wäre die Entwicklung der Grundwasserdatenbank Nitrat (GWDB-Nitrat) sowie die dazu erforderliche intensive Kommunikation weitaus schwieriger geworden, so das TZW.
 
Quelle: EM / Disy Informationssysteme
 


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