Donnerstag, 24.08.2017
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Umweltministerkonferenz geht gegen Plastikmüll vor

Ambitionierte Kunststoffstrategie von der EU gefordert

„Die Umweltministerkonferenz hat sich dem Vorschlag Hessens angeschlossen, das durch Plastikabfälle verursachte Umweltproblem zukünftig konsequenter anzugehen und die Europäische Kommission aufzufordern, eine ambitionierte Kunststoffstrategie vorzulegen“, sagte die hessische Umweltstaatssekretärin Dr. Beatrix Tappeser nach der jüngsten Umweltministerkonferenz (UMK) in Bad Saarow.
„Eines der größten Umweltprobleme weltweit ist die Vermüllung der Umwelt durch Plastikabfälle. Ungesteuert gelangt Plastikmüll in die Gewässer: Das Ergebnis sind Quadratkilometer große Müllteppiche im indischen Ozean oder Mikroplastik in unseren Flüssen und Meeren“, sagte die Staatssekretärin. Das Problem bei den Plastikabfällen ist deren Langlebigkeit und schlechte Abbaubarkeit. „Am Ende landen die nicht verwerteten Plastikabfälle in den Meeren und schädigen dort nicht nur die gesamte Nahrungskette im Meer, sondern auch den am Ende der Nahrungskette stehenden Menschen“, erläutert Dr. Tappeser die Auswirkungen des Plastikeintrags in die Umwelt. Zuletzt hatte auch die Leiterin des UNESCO-Meeresprogramms von einem Wettlauf gegen die Zeit gesprochen und schnelle Maßnahmen zur Bekämpfung des Plastikmülls in den Ozeanen angemahnt. Die UMK hat sich nun zur Vermeidung von Plastikabfällen unter anderem für eine flächendeckende Abfallerfassung, Stärkung des Recyclings, Stärkung des Umweltbewusstseins und die Abfallvermeidung ausgesprochen.
Auch beim Thema Luftreinhaltung hat die UMK deutlich Stellung bezogen. „Ich begrüße es, dass sich die UMK heute für ein Nachrüstprogramm für Diesel-Kfz ausgesprochen hat, um die Stickoxidgrenzwerte in unseren Innenstädten zeitnah einhalten zu können“, sagte Dr. Tappeser zum Beschluss der UMK. „Dies ist ein wichtiger Schritt, wenn wir zügig die Luftqualität in den Innenstädten verbessern wollen. Hierbei müssen wir aber sicherstellen, dass am Ende nicht die Verbraucherinnen und Verbraucher auf den Kosten für eine Nachrüstung sitzen bleiben. Hierzu hält die Umweltministerkonferenz eine Verständigung mit den Automobilherstellern im Hinblick auf einen Ausgleichs- und Entschädigungsfond für erforderlich, um Diesel-Kfz abgastechnisch zu ertüchtigen“, führte die Staatssekretärin weiter aus.
„Mit dem heutigen Beschluss ergänzt die Umweltministerkonferenz ihre bisherigen Beschlüsse zur Luftreinhaltung. Hierzu gehört nach wie vor auch die Forderung nach Einführung einer blauen Plakette, um angesichts drohender vollständiger Dieselfahrverbote in deutschen Innenstädten aufgrund von Verwaltungsgerichtsentscheidungen über ein angemessenes Instrument zur wirksamen Luftreinhaltung zu verfügen“, so Dr. Tappeser abschließend.
 
Quelle: EM / Hess. Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz


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