Donnerstag, 19.10.2017
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Wasserbedingte Krankheiten führen jährlich zu 3,5 Millionen Todesfällen

Weltwasserrat warnt am heutigen Weltwassertag

Ohne Wasser gibt es kein Leben, keine Nahrung, keine Entwicklung. Ohne Wasser können sich weder Länder noch Gesellschaften wirtschaftlich, kulturell, sozial oder politisch entwickeln. Der Zugang zu Wasser ist wichtig und beeinflusst unser aller Leben, nicht nur in direkt betroffenen Regionen Afrikas oder des Asien-Pazifik-Raums und in bestimmten Regionen Lateinamerikas, sondern auch in entwickelten Ländern in Europa und Nordamerika. Der fehlende Zugang zu sauberem Wasser kann Hungersnot, Kriege und unkontrollierte und irreguläre Migration zur Folge haben.
Gegenwärtig haben 319 Millionen oder 32 % der Subsahara-Afrikaner, 554 Millionen Asiaten oder 12,5 % und 50 Millionen Lateinamerikaner oder 8 % keinen Zugang zu sicherem Trinkwasser. In diesen Regionen hat Papua-Neuguinea die niedrigste Verfügbarkeit, da nur 40 % der Menschen Zugang haben, gefolgt von Äquatorialguinea mit 48 %, Angola mit 49 %, Tschad und Mosambik mit 51 %, der Demokratischen Republik Kongo und Madagaskar mit 52 % und Afghanistan mit 55 %.
 
Weltweit verursacht die Wasserunsicherheit der globalen Wirtschaft geschätzte Gesamtkosten in Höhe von jährlich 500 Milliarden USD. Einschließlich der Umweltbelastung kann diese Zahl auf 1 % des globalen Bruttoinlandsprodukts (BIP) ansteigen.
Unter Beachtung des Weltwassertags am 22. März fordert der Weltwasserrat (World Water Council, WWC) alle Regierungen dazu auf, sich auf die Wasserprobleme zu konzentrieren, und ermutigt sie dazu, mit einem entsprechenden Teil ihrer Budgets Projekte zu unterstützen, die allen Menschen auf dem Planeten Zugang zu sicherem Wasser ermöglichen, da 12 % der Weltbevölkerung gegenwärtig keinen Zugang zu sicherem Trinkwasser hat und wasserbedingte Krankheiten jährlich zu 3,5 Millionen Todesfällen führen. „Die Wassersicherheit muss unbedingt erhöht werden, um die durch den Klimawandel und menschlichen Einfluss ausgelösten Herausforderungen zu meistern. Staatsoberhäupter sind sich bewusst, dass Sanitärversorgung ein wesentlicher Bestandteil der Volksgesundheit ist, aber wir müssen jetzt handeln, um das globale Ziel Nr. 6 der UN für nachhaltige Entwicklung - die Gewährleistung des Zugangs zu sicherem Wasser und Sanitärversorgung für alle weltweit bis 2030 - zu erreichen. Wir benötigen Engagement auf den höchsten Ebenen, sodass jeder Ort und jede Stadt weltweit sicherstellen kann, dass sichere, saubere Wasserressourcen zur Verfügung stehen.“
 
Der Weltwasserrat (WWC), gegründet im Jahre 1996, besteht aus weltweit über 300 Mitgliedsorganisationen, deren Hauptziel die Förderung der Verfügbarkeit von sicherem Wasser für alle und der Beitrag zur allgemeinen Erhöhung der Wassersicherheit ist. Als wichtiger Förderer der Finanzierung von Projekten für die Wassersicherheit und als treibende Kraft für politische Veränderung im Kampf für Wassersicherheit, vereint der Weltwasserrat weltweit hunderte von Verbänden, Thinktanks, Universitätsorganen, Regierungen und Institutionen, privaten und öffentlichen Unternehmern, Dienstleistungsanbietern und Wasserexperten, um die Wassersicherheit zu verbessern. Der Weltwasserrat ermutigt Regierungen und Bürger dazu, die Wassersicherheit in ihren Heimatländern zu erhöhen, und die Nationen zu unterstützen, die am dringendsten Hilfe benötigen, nämlich die in Subsahara-Afrika und Asien, wo 32 % bzw. 12,5 % der Bevölkerung keinen Zugang zu sicherem Wasser haben.
 
Quelle: EM / Weltwasserrat


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