Dienstag, 17.10.2017
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Alte Arbeitsplätze vernichtet, versprochene Arbeitsplätze nicht geschaffen, Klimawandel gefährdet

Fachverband Anlagenbau kritisiert EEG 2017

Der jetzt vorgelegte Energiewende-Index von McKinsey zeigt, dass die im EEG-Kontext prognostizierten Arbeitsplätze bei erneuerbaren Energien weiterhin nicht geschaffen werden. Parallel gehen aber bereits bei Betreibern thermischer Kraftwerke und Unternehmen des Kraftwerk- und Energieanlagenbaus zum Teil mehr als 50 Prozent der bestehenden Arbeitsplätze verloren oder stehen zur Disposition.
Diese Zahlen ergänzt der FBDR Fachverband Anlagenbau. „Einen derart massiven Einschnitt in ein Industriesegment, dass zudem für die Versorgungssicherheit Deutschlands elementar ist, hat es noch nicht gegeben“, sagt Dr. Reinhard Maaß, Geschäftsführer des FBDR. „Gerade der Verlust von Arbeitsplätzen in den hochqualifizierten Branchen des Energieanlagenbaus und -betriebs ist ein Alarmsignal für Deutschland, denn hier geht Know-how in Schlüsseltechnologien verloren, das noch über Jahrzehnte für den Erfolg einer weltweiten CO2-Reduktion benötigt werden wird, und in dem Deutschland praktisch noch konkurrenzlos führend ist“, warnt Maaß.
Beispiele dieser Schlüsseltechnologien sind hocheffiziente thermische Kraftwerke, CO2-Abscheidungstechnologien und Carbon-Speicherung (CCS). „Für den globalen Klimaschutz ist der erhebliche Vorsprung deutscher Unternehmen bei technischem Know-how und in der praktischen Umsetzung unverzichtbar“, sagt Maaß mit Blick auf das globale Szenario. „Und in der globalen Energieversorgung spielen gerade thermischen Kraftwerke noch für Jahrzehnte eine wesentliche Rolle – diese müssen also umweltschonend betrieben werden“, so Maaß.
Maaß’ Fazit: „Um globalen Klimaschutz zu sichern, muss Deutschlands Politik auch den wichtigen Schutz von fachlicher Expertise und fachlichem Know-how mit auf die Agenda der Energiewende heben. Anderenfalls wird deutschen Unternehmen die Möglichkeit genommen, ihre wegweisenden Technologien global wirken zu lassen, denn Deutschlands lokale Bemühungen zur CO2-Reduktion sind global gesehen nur ein Tropfen auf dem heißen Stein.“

Quelle: EM / FDBR


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