Sonntag, 19.11.2017
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EILMELDUNG: EWE trennt sich mit sofortiger Wirkung von Matthias Brückmann

Aufsichtsrat beschließt rückhaltlose Aufklärung erhobener Vorwürfe gegen EWE NETZ

Der Aufsichtsrat der EWE AG hat heute den bisherigen Vorstandsvorsitzenden Matthias Brückmann mit sofortiger Wirkung aus seinem Amt entlassen. Die Entscheidung des Aufsichtsgremiums basierte einerseits auf einem Bericht der vom Aufsichtsrat beauftragten Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG über mehrere Vorwürfe – darunter eine Spende in Höhe von 253.000 Euro an eine Stiftung des Ex-Boxweltmeisters Wladimir Klitschko, die eigenmächtig von Brückmann veranlasst worden sein soll. Es soll darüber hinaus noch „eine Vielzahl diverser grober Verfehlungen“ gegeben haben, heißt es offiziell bei der EWE. Nach Presseberichten soll es sich dabei um Fahrerflucht und andere Vergehen handeln.
Angesichts der erhobenen Vorwürfe gegen EWE NETZ hat der Aufsichtsrat beschlossen, diese unter Hinzunahme einer Wirtschaftsprüfungsgesellschaft rückhaltlos aufzuklären. Die Neubesetzung der offenen Vorstandsposten Technik sowie Personal & IT soll in einer der kommenden Sitzungen erfolgen: „Wir haben ein großes Interesse daran, diese beiden Personalien möglichst kurzfristig zu klären und sind mit zwei Kandidaten weiter im Gespräch. Beide haben uns aktiv angeboten, ihre Bereitschaft zur Übernahme des Vorstandsmandats in Absprache und im Einvernehmen mit uns ruhen zu lassen“, äußerte sich Dr. Stephan-Andreas Kaulvers, Vorsitzender des EWE-Aufsichtsrates. Dies habe der Aufsichtsrat in seiner heutigen Sitzung angenommen. „Wir schauen nun nach vorne und nehmen uns die erforderliche Zeit, die es braucht, um ein kompetentes und kraftvolles Vorstands-Team zusammenstellen, das in der Lage ist, bei Kunden und Mitarbeitern verloren gegangenes Vertrauen in das Unternehmen zurückzugewinnen.“ Brückmanns Anwalt, Bernd-Wilhelm Schmitz, wies die Anschuldigungen gegen seinen Mandanten zurück. Die erhobenen Vorwürfe seien völlig haltlos und der Widerruf seiner Bestellung zum Vorstandsvorsitzenden und auch die Kündigung seines Anstellungsvertrages seien unbegründet, heißt es in Presseberichten. Matthias Brückmann werde kurzfristig Klage erheben.

Von der Kündigung bei EWE derzeit noch nicht tangiert ist die Funktion Brückmanns als Aufsichtsratsvorsitzender der swb AG in Bremen, erklärte eine Unternehmenssprechrin heute auf Nachfrage.

Matthias Brückmann war zuvor Vertriebsvorstand der Mannheimer MVV Energie und war 2013 in den Vorstand des Oldenburger Energieversorgers EWE gewechselt.

Quelle: EM / EWE


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