Donnerstag, 22.06.2017
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Positiven Entwicklungen am Arbeitsmarkt

BMWI zur wirtschaftlichen Lage in Deutschland im Februar 2017

Die deutsche Wirtschaft hat sich im Jahresschlussquartal belebt. Nach dem schwächeren Wachstum im Sommerquartal um preis-, kalender- und saisonbereinigt 0,1 % nahm ihre Wirtschaftsleistung im vierten Quartal wieder beschleunigt um 0,4 % zu. Die maßgeblichen Impulse kamen erneut von der Binnenwirtschaft. Neben den privaten und staatlichen Konsumausgaben trugen die Bauinvestitionen zum Wachstum bei. Die Investitionen in Ausrüstungen blieben demgegenüber weiter verhalten. Die Ausfuhren an Waren und Dienstleistungen beschleunigten sich im Schlussquartal spürbar, allerdings weniger stark als die Einfuhren. Der Außenhandel dämpfte daher per Saldo rechnerisch das Bruttoinlandsprodukt (BIP). Insgesamt blieb es bei einem sehr ordentlichen Wachstum des BIP im Jahr 2016 von preisbereinigt 1,9 %.
Die Konjunkturindikatoren sprechen für einen soliden Start in das Wirtschaftsjahr 2017. Das Geschäftsklima in der Wirtschaft ist gut und die Beschäftigung nimmt, wenn auch etwas verhaltener, weiter zu. Die Auftragseingänge für das Verarbeitende Gewerbe und das Bauhauptgewerbe haben im Jahresschlussquartal 2016 einen deutlichen Schub erhalten. Alles in allem dürfte dies zu einer weiteren Ausweitung der gesamtwirtschaftlichen Leistung im ersten Quartal sowohl im Produzierenden Gewerbe als auch in den Dienstleistungsbereichen führen. Allerdings bleiben Unsicherheiten insbesondere im außenwirtschaftlichen Umfeld bestehen.
Die Aussichten für die Weltwirtschaft bleiben verhalten. Nach der leichten Abschwächung im vergangenen Jahr dürfte ihre Dynamik in diesem Jahr etwas zunehmen. So wurde die weltweite Industrieproduktion zuletzt etwas stärker ausgeweitet. Der globale Einkaufsmanager-Index von Markit verharrt auf hohem Niveau. In den Vereinigten Staaten hat sich das Wirtschaftswachstum im vierten Quartal nach einem starken Vorquartal allerdings wieder etwas abgeschwächt. Im Euroraum konnte die Wirtschaft demgegenüber ihr Expansionstempo etwas erhöhen und entsprechend der jüngsten Prognose der EU-Kommission auch stabilisieren. Die Wachstumsaussichten für Japan bleiben moderater. Von den SchwelIenländern verzeichnete China wieder ein konstanteres Wachstum. Mit den anziehenden Rohstoffpreisen dürften Russland und Brasilien ihre Rezession verlassen. Der Internationale Währungsfonds erwartet in seiner Prognose vom Januar ein Wachstum der Weltwirtschaft von 3,4 % für dieses Jahr nach 3,1 % im vergangenen Jahr.
 
Der Arbeitsmarkt befindet sich zur Jahreswende in guter Verfassung. Die Erwerbstätigkeit nahm saisonbereinigt weiter zu. Sie lag Im Dezember bei 43,6 Mio. Personen, 0,5 % über Vorjahresniveau (Ursprungszahlen). Die Entwicklung bei der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung ist etwas weniger dynamisch, wobei auch im November der Vorjahresstand deutlich um 1,1 % überschritten wurde. Die Frühindikatoren deuten weiterhin auf eine hohe Nachfrage nach Arbeitskräften hin, wobei es schwieriger wird, das knappe Angebot und die Nachfrage zusammenzuführen. Die Arbeitslosigkeit sank im Januar saisonbereinigt um 26.000 Personen. Nach den Ursprungszahlen waren 2,78 Mio. Personen arbeitslos gemeldet. Bei Flüchtlingen, die Zugang zum Arbeitsmarkt haben, nahm die Arbeitslosigkeit schrittweise zu, obwohl gleichzeitig viele Personen in arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen qualifiziert wurden. Der Ausblick für den Arbeitsmarkt bleibt insgesamt positiv.
 
Quelle: EM / BMWI
 


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