Dienstag, 25.07.2017
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Globaler Temperaturrekord 2016

Stellungnahme des Deutschen Klima-Konsortiums zum aktuellen globalen Temperaturtrend

Nach dem bisher wärmsten Jahr 2015 erreichte die globale Mitteltemperatur im Jahr 2016 erneut Rekordwerte. Laut der amerikanischen Wetterbehörde NOAA zeigen die aktuell vorliegenden globalen Messwerte für 2016 im Zeitraum Januar bis November eine Temperaturabweichung um 0,94 °C über dem entsprechenden Mittelwert der ersten elf Kalendermonate für das 20. Jahrhundert. So lauten die jüngsten Kernaussagen des Deutschen Klimakonsortiums zum Jahrswechsel.

Nach dem Rekordjahr 2014 war bereits mit dem im Frühjahr 2015 im Pazifik einsetzenden natürlichen El-Niño-Ereignis schon sehr früh absehbar, dass sowohl 2015 als auch 2016 global außergewöhnlich warme Jahre werden. Die jüngsten Beobachtungen haben diese Einschätzung inzwischen mehr als bestätigt: Das Jahr 2015 schloss mit einem neuen Temperaturrekord ab. Im Zeitraum von Mai 2015 bis August 2016 war jeder einzelne Monat der jeweils wärmste Kalendermonat seit Beginn der systematischen, flächendeckenden Messungen 1880. 

2016 war das weltweit wärmste Jahr seit 1880. Mit den Rekordjahren 2014 und 2015 wäre damit zum dritten Mal hintereinander ein Jahresrekord zu verzeichnen. Sicher ist, dass diese drei Jahre die global wärmsten bisher gemessenen Jahre sein werden.
Auch die Verhältnisse in der Arktis waren in 2016 außergewöhnlich. Der langfristige Rückzug des Meereises hält an. Seit Oktober liegt die Meereisausdehnung weit unterhalb des langjährigen Mittelwertes. Im November erreichte die mittlere Meereisausdehnung mit 8,8 Mio. km² den niedrigsten Novemberwert seit Beginn der Satellitenaufzeichnungen 1979. Der Wert in 2016 liegt circa 757.000 km² unter dem bisherigen Minimum aus dem November 2012.

Dies weist auf die Dringlichkeit eines sofort beginnenden ernsthaften weltweiten Klimaschutzes hin. Nur Maßnahmen, die zu einer deutlichen und anhaltenden Reduzierung des Anstiegs der Treibhausgaskonzentrationen in der Atmosphäre führen, können diesen Trend stoppen oder zumindest mindern.
 
Quelle: EM / Deutsche Klima-Konsortium e. V. (DKK)


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