Samstag, 18.11.2017
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Europäische Klimaschutzziele gefährdet

Unsachgemäßes Kühlgeräterecycling gefährdet europäische Klimaschutzziele: Umweltverbände DUH und ECOS fordern europaweit vorbildliche Entsorgungsstandards

Veraltete Entsorgungsstandards und unsachgemäße Praktiken beim Recycling alter Kühlgeräte gefährden die europaweit festgelegten Klimaschutzziele. Darauf wiesen die Deutsche Umwelthilfe (DUH) und der auf Standardisierung spezialisierte Brüsseler Umweltverband European Environmental Citizens Organisation for Standardisation (ECOS) anlässlich des Klimaschutzgipfels in Marrakesch hin.
In Europa werden jedes Jahr rund 19 Mio. Kühlgeräte ausgemustert und entsorgt. Etwa die Hälfte dieser Geräte enthält noch immer klimaschädliche Kälte- und Treibmittel, wie Fluorchlorkohlenwasserstoff (FCKW). Gelangen FCKW in die Umwelt, tragen sie signifikant zur Zerstörung der Ozonschicht und Klimaerwärmung bei. Nach einer Berechnung von DUH und ECOS enthalten die jährlich in Europa zur Entsorgung anfallenden Kühlgeräte ein Treibhauspotenzial von 26,6 Millionen Tonnen CO2. Aus diesem Grund fordern die beiden Umweltverbände von EU-Mitgliedstaaten die Kühlgeräte-Entsorgungsstandards EN 50574 und TS 50574-2, beziehungsweise die in 2017 erscheinenden Normen EN 50625-2-3 und TS 50625-3-4, gesetzlich festzulegen und deren Einhaltung zu überwachen. Bessere Standards sind vor allem in Deutschland, Großbritannien und Polen erforderlich, wo die Kühlgeräteentsorgung besonders schlecht ist.
DUH und ECOS veröffentlichen ein neues Hintergrundpapier, das Lösungen für die Problematik des Kühlgeräterecyclings aufzeigt.
„Um das im vergangenen Jahr in Paris vereinbarte Klimaschutzziel zu erreichen, müssen die Treibhausgasemissionen faktisch auf null gesenkt werden. Die schlechte Entsorgungspraxis FCKW-haltiger Kühlgeräte in einigen EU-Staaten, darunter auch Deutschland, ist hauptverantwortlich für die Freisetzung von Millionen Tonnen CO2-Äquivalenten. Durch veraltete Entsorgungsvorschriften und einen fehlenden Vollzug von Umweltvorschriften werden die gesamteuropäischen Klimaschutzbemühungen unterlaufen“, kritisiert DUH-Bundesgeschäftsführer Jürgen Resch.
 
Quelle: EM / DUH


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