Freitag, 23.06.2017
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Präzisionsplanung am Fuße des Matterhorns: Biogasanlage soll Touristen von Gerüchen verschonen

In der schweizerischen Gemeinde Zermatt entsteht derzeit eine einzigartige Biogasanlage. Aufgrund der geographischen Verhältnisse und des touristischen Umfelds der Alpen entschieden sich die Planer für eine unterirdische Lösung. Auf dem Dach wird zudem ein Schafs- und Kuhstall errichtet. Schon Anfang des kommenden Jahres soll der erste Biostrom erzeugt werden.
Foto: Gicon Bioenergie GmbH(24.11.2014) Mehr als die Hälfte des Abfalls der Schweizer Gemeinde Zermatt ist bioorganisch. Und dieser wurde bisher über Paul Julen entsorgt. Zusammen mit seinen eigenen Abfällen machte der Hotelier und Landwirt das Material mittels einer Hammermühle pumpfähig und ließ es in die nächstgelegene Biogasanlage in das circa 140 Kilometer entfernte Villeneuve transportieren. In ökologischer Hinsicht keine besonders sinnvolle Lösung.
Derzeit gleicht Julens Hof einer Großbaustelle. Zusammen mit Ingenieuren der Gicon- Firmengruppe aus Dresden hat der Unternehmer eine unterirdische Biogasanlage entwickelt, die nun auf seinem Grundstück am Fuß des Matterhorns errichtet wird. Die neue Anlage soll künftig alle in der Gemeinde Zermatt anfallenden Speisereste sowie den Schafs- und Kuhmist von Julens Tieren verarbeiten. Pro Jahr sollen damit zwischen 500.000 und 700.000 kWh Strom erzeugt werden – genug, um 200 Haushalte jährlich mit Elektrizität zu versorgen. Die neue Anlage wird etwa 2000 Tonnen biogene Abfälle pro Jahr verarbeiten können und wie üblich aus Fermenter, Nachgärer, Gas- und Zwischenlager sowie einem Blockheizkraftwerk (BHKW) bestehen. Das Besondere: Während der größte Teil der neuen Biogasanlage unterirdisch verbaut wird, entsteht auf dem Dach ein Schaf- und Kuhstall...

Unternehmen, Behörden + Verbände: Gicon Bioenergie GmbH (Dresden)
Autorenhinweis: Julius Schellmann, Gicon-Firmengruppe
Foto: Gicon Bioenergie GmbH


Autor: Julius Schellmann 
 
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