Donnerstag, 14.12.2017
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Wer sich zuerst bewegt, hat verloren - Alternative Antriebe in der Entsorgungswirtschaft sind Fehlanzeige

Umweltfreundliche, leise und schadstoffarme Nutzfahrzeuge mit alternativen Antrieben sind auf deutschen Straßen noch Mangelware. Auch die Aufforderung der privaten Entsorgungswirtschaft an die Hersteller, Hybrid-Fahrzeuge zumindest zur Erprobung bereitzustellen, blieb bisher ungehört. Über die Gründe sprach das ENTSORGA-Magazin mit Matthias Raith, bis Ende Oktober noch Geschäftsführer des Bundesverbandes der Deutschen Entsorgungswirtschaft (BDE).
Foto: M. BoeckhENTSORGA-Magazin: Herr Raith, warum gibt es in Deutschland so wenige moderne Lkw mit schadstoffarmen Antriebstechniken?
Im Pkw-Bereich gibt es ja einiges.
Matthias Raith: Die Hersteller bauen das, was vom Markt verlangt wird. Lkw sollen gemeinhin Güter von A nach B transportieren und das möglichst schnell und billig. Da ist ein Lkw mit Hybrid-Antrieb nicht wettbewerbsfähig. In Volllast fahren Lkw sowieso mit Diesel. Und wenn der Hybrid dann in der Anschaffung noch mehr kostet als der normale Lkw der Konkurrenz, dann ist er für den üblichen Nahund Fernverkehr in Deutschland nicht attraktiv.
ENTSORGA: Es geht ja eigentlich nicht nur um Hybrid, sondern allgemein um alternative Antriebe. Städte in Schweden sind in Europa führend und verlangen Biogas-Antriebe für Lkw.
Raith: Das hängt mit dem Verkehrsaufkommen zusammen. LPG Flüssiggas ist in Deutschland zu teuer. CNG, also Erdgas...
Unternehmen, Behörden, Verbände: Bundesverband der Deutschen Entsorgungswirtschaft BDE,
Autorenhinweis: Martin Boeckh, Heinz-Wilhelm Simon, Berlin
Foto: M. Boeckh


Autor: Martin Boeckh, Heinz-Wilhelm Simon 
 
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